So berechnen Sie die Amortisation
Nehmen Sie die Anlagenkosten abzüglich Förderung und addieren Sie die jährliche Ersparnis, bis sie die Kosten erreicht. Die Ersparnis steigt mit dem Strompreis und sinkt leicht durch die Alterung der Module.
Beispiel
Eine 8-kWp-Anlage zu 1,50 € pro Wp kostet 12.000 €. Sie erzeugt im ersten Jahr rund 7.534 kWh (942 kWh/kWp). Bei 30 % Eigenverbrauch zu 0,35 € und 70 % Einspeisung zu 0,079 € ist jede kWh im Mittel 0,16 € wert, also 1.205 € im Jahr. Mit 2 % Strompreisanstieg amortisiert sich die Anlage nach etwa 9,4 Jahren.
Eigenverbrauch zählt
Die EEG-Einspeisevergütung liegt für neue Anlagen bis 10 kWp bei rund 7,9 ct/kWh, Netzstrom kostet etwa 0,35 €/kWh. Jede selbst verbrauchte kWh spart also gut viermal so viel wie eine eingespeiste. Ein Speicher, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto erhöhen den Eigenverbrauch. Ein Balkonkraftwerk (bis 800 W Wechselrichterleistung) mit hohem Eigenverbrauch amortisiert sich oft schon nach 3 bis 6 Jahren.
Häufige Fragen
Nach wie vielen Jahren amortisiert sich eine PV-Anlage?
In Deutschland meist nach 8 bis 14 Jahren, je nach Eigenverbrauch, Anlagenpreis und Strompreis.
Wie lange halten Solarmodule?
Hersteller geben meist 25 bis 30 Jahre Leistungsgarantie. Der Wechselrichter wird in dieser Zeit in der Regel einmal getauscht.
Fällt auf PV-Anlagen Mehrwertsteuer an?
Nein. Seit 2023 gilt für PV-Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden der Nullsteuersatz, die Preise im Rechner sind also Endpreise.