So wählen Sie den LS-Schalter
Berechnen Sie den Betriebsstrom, wählen Sie den nächsthöheren genormten Leitungsschutzschalter und prüfen Sie, ob die Leitung den Nennstrom des LS-Schalters trägt (DIN VDE 0100-430): Ib ≤ In ≤ Iz.
Beispiel: Durchlauferhitzer mit 21 kW an 400 V Drehstrom
Ib = 21.000 ÷ (1,732 × 400) = 30,3 A. Der nächste genormte Wert ist 3 × 32 A. Im Rohr (B1, drei belastete Adern) trägt 6 mm² 36 A; bei Verlegung auf der Wand (C) reichen 4 mm² mit 32 A. Ein 3,5-kW-Gerät an 230 V zieht dagegen nur 15,2 A und kommt mit B16 aus.
Auslösecharakteristik B, C und D
| Charakteristik | Magnetische Auslösung | Einsatz |
|---|---|---|
| B | 3 bis 5 × In | Standard im Wohnbereich: Steckdosen, Licht, Herd, Durchlauferhitzer |
| C | 5 bis 10 × In | Motoren, Wärmepumpen, Geräte mit hohem Einschaltstrom (z. B. LED-Treiber in Gruppen) |
| D | 10 bis 20 × In | Schwer anlaufende Motoren, Transformatoren |
Typisch im Haushalt: B10/B13 für Licht, B16 für Steckdosen (NYM-J 3×1,5 mm²), Herd 3 × B16 mit 5×2,5 mm². Dazu kommt der FI-Schutzschalter (RCD, 30 mA). Die Installation gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.
Häufige Fragen
Welche Sicherung für einen Durchlauferhitzer?
Das hängt von der Leistung ab: 18 und 21 kW brauchen 3 × 32 A (26 bzw. 30,3 A Betriebsstrom), 24 und 27 kW 3 × 40 A (34,6 bzw. 39 A). Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers.
Darf ich einen größeren LS-Schalter einbauen, wenn er auslöst?
Nein. Der LS-Schalter schützt die Leitung. Löst er aus, ist der Stromkreis überlastet oder defekt; ein größerer Schalter ohne dickere Leitung ist Brandgefahr.
Brauche ich einen FI-Schutzschalter?
Ja. Nach DIN VDE 0100-410 müssen Steckdosenstromkreise bis 32 A und Außensteckdosen über einen FI-Schutzschalter mit 30 mA geschützt sein; in Neubauten gilt das praktisch für alle Endstromkreise.