So funktioniert die Berechnung
Ausgehend von der Sendeleistung addieren Sie die Antennengewinne und ziehen Freiraum- und Kabeldämpfung ab. Das Ergebnis ist der Empfangspegel; der Abstand zur Empfängerempfindlichkeit ist die Fading-Reserve, die die Strecke gegen Regen, Störungen und Fehlausrichtung schützt.
Beispiel: 2 km bei 5,5 GHz
Dämpfung = 113,3 dB. Empfang = 7 + 23 + 23 − 113,3 − 2 = −62,3 dBm: 22,7 dB Reserve bei −85 dBm Empfindlichkeit. Halten Sie mindestens 60 % des Fresnel-Radius von 5,2 m frei, also rund 3,1 m.
Grenzwerte in Deutschland
Die Bundesnetzagentur begrenzt die abgestrahlte Leistung (EIRP = Sendeleistung + Antennengewinn − Kabelverlust): 100 mW (20 dBm) bei 2,4 GHz und 1 W (30 dBm) im Bereich 5.470–5.725 MHz mit DFS und TPC. Bei Antennen mit hohem Gewinn müssen Sie die Sendeleistung entsprechend senken, wie im Beispiel (7 + 23 = 30 dBm). Das 5,8-GHz-Band ist in Deutschland nur sehr eingeschränkt nutzbar.
Häufige Fragen
Was ist die Fresnel-Zone?
Der ellipsenförmige Raum zwischen den Antennen, in dem der Großteil der Energie übertragen wird. Hindernisse darin schwächen das Signal, auch wenn Sichtverbindung besteht.
Welche Reserve ist gut?
Unter 10 dB ist instabil, 20 bis 30 dB ergeben eine solide Außenverbindung.
Warum steigt die Dämpfung mit der Entfernung?
Im freien Raum steigt die Dämpfung um 6 dB, wenn sich die Entfernung verdoppelt.