Warum die Stützlast wichtig ist
Die Stützlast ist die Kraft, mit der die Deichsel von oben auf die Kugelkopfkupplung drückt. Ist sie zu gering, neigt das Gespann zum Pendeln; ist sie zu hoch, wird die Hinterachse überlastet und die Lenkung wird leicht.
In Deutschland begrenzt in der Praxis die zulässige Stützlast des Zugfahrzeugs bzw. der Anhängerkupplung: bei Pkw meist 75 bis 100 kg. Maßgeblich ist der kleinere Wert aus Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) und Typenschild der Kupplung. Nach § 44 StVZO muss die Stützlast mindestens 4 % des tatsächlichen Anhängergewichts betragen (nicht mehr als 25 kg erforderlich). Nutzen Sie die zulässige Stützlast möglichst aus, ohne sie zu überschreiten.
Beispiel: Wohnwagen mit 1.300 kg
4 % ergeben mindestens 52 kg, 5–10 % ergeben 65–130 kg. Erlaubt das Auto 75 kg, stellen Sie etwa 70–75 kg ein, zum Beispiel mit einer Stützlastwaage.
Häufige Fragen
Was passiert bei zu geringer Stützlast?
Das Gespann neigt bei höherem Tempo zum Schlingern, was zum Kontrollverlust führen kann.
Zählt die Stützlast zur Zuladung des Autos?
Ja, sie wird zusammen mit Insassen und Gepäck von der Zuladung abgezogen.
Wie messe ich die Stützlast?
Mit einer Stützlastwaage oder einer Personenwaage und einem Holzstück in Kupplungshöhe unter der Deichsel.