So dimensionieren Sie eine PV-Anlage
Teilen Sie Ihren durchschnittlichen Monatsverbrauch durch 30 Tage und durch die Volllaststunden (Peak-Sonnenstunden) Ihres Standorts, und berücksichtigen Sie die Systemverluste durch Wärme, Verschmutzung, Kabel und Wechselrichter.
Beispiel: 300 kWh im Monat bei 2,7 Volllaststunden
300 ÷ 30 = 10 kWh pro Tag. Mit 15 % Verlusten: 10 ÷ (2,7 × 0,85) = 4,36 kWp. Mit Modulen zu 450 W sind das 10 Module (4,5 kWp).
Volllaststunden nach Region
| Land / Region | Ø Volllaststunden pro Tag |
|---|---|
| Norddeutschland (Schleswig-Holstein, Niedersachsen) | 2,5–2,8 |
| Mitte (NRW, Hessen, Thüringen, Sachsen) | 2,7–3,0 |
| Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern) | 2,9–3,3 |
| Österreich | 3,0–3,5 |
| Schweiz (Mittelland bis Alpen) | 3,0–3,8 |
In Deutschland erzeugt 1 kWp je nach Lage und Ausrichtung etwa 850–1.000 kWh pro Jahr; die Voreinstellung (2,7 h, 15 % Verluste) rechnet mit vorsichtigen 840 kWh. Im Winter liefert die Anlage nur einen Bruchteil, im Sommer deutlich mehr. Genaue Werte für Ihren Standort liefert PVGIS der EU-Kommission. Für Mieter eignet sich ein Balkonkraftwerk: bis 800 W Wechselrichterleistung und 2.000 Wp Modulleistung, angemeldet im Marktstammdatenregister.
Häufige Fragen
Wie viele Solarmodule brauche ich für 4.000 kWh im Jahr?
Mit 2,7 Volllaststunden, 15 % Verlusten und Modulen zu 450 W etwa 11 Module (4,95 kWp). An guten Standorten im Süden reichen weniger.
Wie viel Dachfläche brauche ich?
Ein 450-W-Modul misst rund 2 m². Zehn Module benötigen etwa 20–22 m² unverschattete Dachfläche.
Wird meine Stromrechnung null?
Nein. Grundpreis und Netzbezug im Winter bleiben. Die Einspeisevergütung liegt bei etwa 7,9 ct/kWh, daher lohnt vor allem der Eigenverbrauch, etwa mit Speicher, Wärmepumpe oder E-Auto.