So funktioniert die Ladezeit
Zu Hause (AC) wandelt der Bordlader des Autos Wechselstrom in Gleichstrom um. Die Geschwindigkeit ist deshalb der kleinere Wert aus Wallbox und Bordlader (bei den meisten Autos 11 kW dreiphasig). Die Ladezeit wächst linear mit der geladenen Energie.
Am Schnelllader (DC) fließt der Strom direkt in den Akku. Das Auto zieht bei niedrigem Akkustand seine Spitzenleistung und regelt dann ab: 10 → 80 % geht schnell, 80 → 100 % kann noch einmal so lange dauern. Deshalb hält man auf Langstrecken bei 80 %.
Einphasig oder dreiphasig? Einige Modelle (z. B. MG4 64 kWh, BYD Dolphin) laden AC nur einphasig. An einer dreiphasigen 11-kW-Wallbox nutzen sie nur eine Phase und laden mit etwa 3,7 kW. Und ein größerer Lader ist nicht automatisch schneller: Eine 22-kW-Wallbox bringt nur Autos mit 22-kW-Bordlader etwas.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, ein Elektroauto zu laden?
An einer 11-kW-Wallbox laden die meisten E-Autos in 6 bis 9 Stunden von 0 auf 100 %. Am DC-Schnelllader dauert 10 auf 80 % je nach Modell etwa 18 bis 40 Minuten.
Warum lädt das E-Auto über 80 % langsamer?
Lithium-Ionen-Zellen brauchen beim Vollwerden weniger Strom, um Wärme und Verschleiß zu begrenzen. Deshalb regelt jedes E-Auto die DC-Leistung ab, und die letzten 20 % können so lange dauern wie die ersten 70 %.
Reicht die Schuko-Steckdose zum Laden?
Für gelegentliches Laden ja: Mit 2,3 kW kommen etwa 12 km Reichweite pro Stunde hinzu. Für tägliches Laden ist eine Wallbox sicherer und schneller; sie muss beim Netzbetreiber angemeldet werden.